3-Monats-Koliken als mögliche Ursache beim Schreibaby

Liebe Mütter, Liebe Väter

Wenn euer Baby unentwegt schreit und sich verkrampft, kann es an Koliken liegen. Beim ersten Kind ist es nicht leicht, direkt zu wissen, was ihm fehlt - mir ging es nicht anders! Woran ihr erkennen könnt, ob euer Baby an den Drei-Monats-Koliken leidet und wie ihr bei eurem Baby ein wenig die Schmerzen lindern könnt, erfahrt ihr in meinem Artikel.

Euer Baby kreischt, schreit und weint?

Koliken bei einem Baby sind mit krampfartigen Bauchschmerzen zu vergleichen. Sie entstehen, wenn sich die inneren Organe 3-Monats-Kolikenimmer wieder zusammenziehen, sich Luft im Bauch sammelt und diese nicht abgeleitet werden kann.

Das Ergebnis sind starke Bauchschmerzen und Baby Koliken, die dem Baby zu schaffen machen. Koliken sind bei Säuglingen keine Seltenheit.

Erste Anzeichen für Koliken könnt ihr schnell erkennen

  • Lautes und schrilles Schreien eures Babys
  • Blähungen lösen sich beim Schreien
  • Euer Baby zieht die Beine immer wieder an
  • Ihr könnt euer Baby nicht beruhigen
  • Die Bauchmassage hilft, Winde zu lösen

Ursachen für Koliken bei eurem Säugling

Bevor ihr euch damit auseinandersetzen könnt, was bei Dreimonatskoliken hilft, stellt sich erst einmal die Frage nach der Ursache. Genaue Ergebnisse und Studien rund um die Ursachen für die Koliken beim Baby gibt es nicht. Alle Informationen sind Kann-Informationen. Gerade bei gestillten Kindern werden die Gründe häufig bei der Ernährung der Mutter gesucht.

Blähende Lebensmittel können ihre Wirkung über die Muttermilch auch an das Baby weiterreichen. Möglicherweise reagiert euer Baby auch allergisch auf in den Nahrungsmitteln enthaltene Bestandteile.

Um herauszufinden, ob sich an den Koliken bei einer Nahrungsumstellung etwas ändert, ist es empfehlenswert, einen längeren Plan zu führen. Eine hilfreiche Vorlage für solch einen Plan findet ihr im BuchWarum schreit mein Baby und was kann ich dagegen tun?“. Weitere mögliche Ursachen für 3-Monats-Koliken sind:

  1. Körperliche Ursachen – ein nicht ausgereifter Darm, Probleme mit der Darmflora
  2. Unverträglichkeit der Flaschennahrung
  3. Zu schnelles und hastiges Trinken an Brust oder Flasche
  4. Psychosoziale Gründe
  5. Überdosis Fluorid

Erste Hilfe bei Koliken

Einigen dieser Ursachen für Koliken könnt ihr schnell und einfach auf den Grund gehen

  1. Lasst für einen bestimmten Zeitraum das Fluorid weg und beobachtet die Entwicklung der starken Blähungen.
  2. Beobachtet euer Baby beim Trinken und unterstützt es durch eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Achtet auch darauf, den Hunger eures Babys zu stillen, wenn er auftritt. Zieht die Phasen zwischen Flasche oder Brust nicht künstlich in die Länge.
  3. Erststellt einen Essensplan für die stillende Mutter. Sie sollte auf alle blähenden Lebensmittel und Lebensmittel mit Zusatzstoffen verzichten. Stellt sich keine Besserung ein, kann die Mutter eine Zeitlang auf lactosefreie Lebensmittel zurückgreifen. Sie sollte ausreichend trinken und vielleicht Kümmeltee ausprobieren, denn dieser löst Blähungen.
  4. Füttert ihr euer Baby mit der Flasche, nutzt ausschließlich abgekochtes Wasser und rührt das Pulver ein. Verzichte darauf, die Flasche zu schütteln. Treten keine Verbesserungen ein, kann eurem Baby eine Umstellung der Milchnahrung helfen.
  5. Es gibt kleine medizinische und homöopathische Helfer, die für Erleichterung bei eurem Baby sorgen können. Lefax oder SAB-Simplex gehören ebenso dazu wie Schüßler-Salze. Nähere Informationen zur Wirksamkeit und dem Einsatzspektrum der Helfer findet ihr ebenfalls im Buch (Link).
  6. Einer der wohl wichtigsten Tipps ist der Hinweis, dass ihr eurem Baby ausreichend Ruhe gönnt. Die Bauchschmerzen sorgen bereits für genug Stress bei eurem kleinen Erdenbürger. Besuche von Freunden, lange Touren in die Stadt oder andere Ausflüge lenken nicht ab, sondern sorgen für zusätzliche Reize, die euer Baby verarbeiten muss. Verzichtet also lieber darauf.

Die Babymassage als schneller Helfer bei Koliken

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich bei starken Bauchschmerzen eine Babymassage bewährt hat. In einer ruhigen, abgedunkelten und warmen Umgebung schafft ihr die Voraussetzungen für eine entspannte Massage. Reibt die Hände mit warmem Öl ein, massiert vorsichtig im Uhrzeigersinn den Bauch eures Babys und streckt und winkelt die Beine leicht an, um so das Ablassen von Winden zu erleichtern. Anschließend kann euer Baby noch ein paar Minuten strampeln – idealerweise unter einer Wärmelampe oder einem angewärmten Handtuch.

Nehmt euch für die Massage bei Drei-Monats-Koliken Zeit. Es kann sein, dass die ersten Male etwas schwieriger sind und sich euer Baby nicht entspannen kann. Versucht es dennoch immer wieder.

Hinweis: Lasst bei wiederkehrenden Koliken bei eurem Säugling unbedingt von einem Arzt abklären, ob mögliche körperliche Ursachen vorliegen.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in den Kategorien Behandlungen, Probleme, Schmerzen, Weinen.

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