Liebe Mütter, Liebe Väter

Besonders Eltern von Schreibabys haben eine ganze Reihe von Fragen. Ich hatte damals, als meine erste Tochter endlich da war auch unzählige Fragen. Ich habe viel recherchiert und mittlerweile als Zweifachmama schon einige Erfahrungen sammeln können. Deswegen möchte ich euch in meinem Artikel die 22 häufigsten Fragen zum Thema Schreibaby beantworten. Ich hoffe es hilft euch!

Ihr Baby kreischt, schreit und weint?

Schreibaby FAQDie Diagnose „Schreibaby“ wird nicht von heute auf morgen gestellt. Viele Eltern wissen gar nicht, dass es so etwas wie ein Schreibaby überhaupt gibt und sie möglicherweise ein Schreibaby haben.

Es ist ein Prozess, sich selbst eingestehen zu können, dass die Grenzen erreicht sind und Hilfe benötigt wird. Mit den hilfreichen Antworten auf die wichtigsten Fragen möchte ich euch eine erste Hilfestellung geben und euch bei der Suche nach Lösungen unterstützen.

Alle Fragen zum anklicken

  1. Schreibaby: meine Definition
  2. Woran kann ich ein Schreibaby erkennen?
  3. Ich habe ein schreiendes Baby: Gibt es hilfreiche Kurztipps?
  4. Wann fängt es an, wie lange geht es noch so, wann wird es besser und wann hört es endlich auf?
  5. Wie entsteht ein Schreikind? Ursachen und Gründe.
  6. Wann sollte ich mein Baby Schreien lassen?
  7. Hilft Homöopathie bei einem Schreibaby?
  8. Wie soll ich mit meinem Schreibaby umgehen?
  9. Wie kann mein Schreibaby beruhigen?
  10. Wer hatte ein Schreibaby? Schreibaby-Tipps was hat geholfen?
  11. Wo finde ich Hilfe, wenn ich ein Schreibaby habe?
  12. Kann mir die SchreibabyAmbulanz helfen?
  13. … mein Baby schreit plötzlich
  14. … mein Baby schreit ständig
  15. … mein Baby schreit im Kinderwagen
  16. … mein Baby schreit im Schlaf
  17. … mein Baby schreit beim Arzt
  18. … mein Baby schreit abends beim Einschlafen
  19. … mein Baby schreit nachts
  20. … mein Baby schreit beim Stillen
  21. … mein Baby schreit beim Trinken
  22. … mein Baby schreit beim Baden

Selbsthilfe

Schreibaby: Meine Definition

Nicht jedes Kind, das für ein oder zwei Tage mal etwas mehr weint, ist gleich ein Schreibaby. Ich für mich definiere den Begriff „Schreibaby“ folgendermaßen: Wenn euer Baby an mehreren Tagen in der Woche mehrere Stunden, teilweise auch am Stück, schreit und ihr als Eltern an eure Grenzen kommt, dann beginnt der Prozess der Suche nach Antworten. In diesem Fall könnt ihr davon ausgehen, dass ihr ein Schreibaby habt und solltet euch nicht scheuen, Hilfe zu holen.

Auch an anderen Stellen wird die Definition „Schreibaby“ in Worte gefasst:

  • „Exzessives Schreien liegt nach der am häufigsten verwendeten Definition dann vor, wenn die sogenannte „Dreierregel“ („rule of threes“) erfüllt ist. Diese besagt, dass das Schreien über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen an mindestens drei Tagen pro Woche mehr als drei Stunden pro Tag auftritt. Neben der Dreierregel wird insbesondere die Unstillbarkeit der Schreiattacken als charakteristisches Merkmal betont.“ (Quelle: Wikipedia)
  • „Per Definition heißt es, dass ein Baby, welches mindestens an drei Tagen pro Woche drei Stunden schreit, ein Schreibaby ist.“ (Quelle: Zeitschrift: Eltern)

Woran kann ich ein Schreibaby erkennen?

Es gibt eine ganz einfache Formel, um ein Schreibaby zu erkennen: Wenn euer Baby innerhalb von drei Wochen an drei Tagen pro Woche mehr als drei Stunden schreit, dann gilt es laut Definition als Schreibaby. Ein Schreibaby lässt sich nicht oder nur selten beruhigen, schreit sich in Rage und kommt kaum zur Ruhe.

Ich habe ein schreiendes Baby: Gibt es hilfreiche Kurztipps?

Der wohl hilfreichste und dennoch nicht ganz so einfach umzusetzende Tipp ist: Bleibt ruhig! Sagt euch immer wieder, dass euer Baby es nicht böse meint und euch nicht ärgern möchte. Ein weiterer hilfreicher Tipp ist der Hinweis, den Mutterleib nachzuahmen. Mit Geräuschen, gedämpftem Licht, Schaukelbewegungen und dem Pucken lassen sich viele Babys beruhigen.

Über meinen Newsletter erhaltet ihr weitere hilfreiche Schnelltipps, die euch eine Unterstützung im Alltag mit einem Schreibaby sein können.

Wann fängt es an, wie lange geht es noch so, wann wird es besser und wann hört es endlich auf?

Diese Frage lässt sich pauschal natürlich nicht beantworten. Es gibt Babys, die lange Schreiphasen ausschließlich in den ersten drei Monaten haben und danach wie ausgewechselt sind. Andere Babys brauchen länger, um in der Welt anzukommen. Egal, wie lange es dauert, seid euch sicher, dass euer Baby eure Nähe und eure Zuneigung spürt und daraus Kraft zieht.

Wie entsteht ein Schreikind? Ursachen und Gründe.

Wer betroffen ist und ein Schreikind zu Hause hat, der wird auf die Suche nach Ursachen und Gründen gehen. Diese lassen sich jedoch nicht so einfach benennen. Eine traumatische Geburt kann ebenso ein Auslöser sein wie Verspannungen oder eine psychische Angespanntheit.

Schmerzen, Blähungen, Zähne oder auch Fieber sind weitere mögliche Gründe für langanhaltendes Schreien. Schließt nach und nach die verschiedenen Ursachen aus und nehmt Hilfe an.

Wann sollte ich mein Baby Schreien lassen?

Diese Frage kann ich euch schnell beantworten: Gar nicht! Ihr solltet niemals euer Baby wissentlich schreien lassen. Es gibt einige Babys, die brauchen Abstand. Falls ihr vermutet, dass eurem Baby eure Nähe zu viel ist, gebt ihm ein paar Minuten die Möglichkeit, zu sich selbst zu finden.

Stellt ihr fest, dass es nicht aufhört zu schreien, bietet eurem Baby wieder Lösungen an, zeigt Verständnis. Verzichtet unbedingt darauf, euer Baby schreien zu lassen in der Hoffnung, dass der Schlaf mit der Erschöpfung eintritt.

Hilft Homöopathie bei einem Schreibaby?

Es gibt durchaus homöopathische Mittel, die einem Schreibaby dabei helfen können, ein wenig zur Ruhe zu finden. Grundsätzlich empfehle ich hier, über einen bestimmten Zeitraum immer nur ein Mittel anzuwenden und die Gabe der einzelnen Mittel mit einem Heilpraktiker oder dem Kinderarzt zu besprechen. Helfen können beispielsweise Aconitum, Chamomilla oder auch Lycopodium.

Wie soll ich mit meinem Schreibaby umgehen?

Die einzige Antwort, die ich auf diese Frage geben kann, ist wohl das Wort „liebevoll“. Wenn ihr ein Schreibaby zu Hause habt, dann wisst ihr, wie schwierig es ist, immer ruhig zu bleiben und nicht zu verzweifeln.

Gebt eurem Baby die Gewissheit, dass ihr immer da seid und auch in schwierigen Momenten Verständnis habt. Das wird eurem Baby mehr helfen als alles andere. Vergesst dabei aber auch nicht euch selbst, lasst Hilfe zu und achtet darauf, dass auch euer Partner euch Unterstützung gibt.

Wie kann ich mein Schreibaby beruhigen?

Als eine der effektivsten Beruhigungsmethoden bei vielen Babys hat es sich erwiesen, für das Baby den Mutterleib nachzustellen. Nutzt sanfte Shhhh-Laute und beruhigt so euer Baby. Verzichtet auf den Fernseher und auf Musik, schafft eine ruhige Atmosphäre. Schaukelt euer Baby in den Armen und puckt es oder haltet es ganz fest an eurem Körper. Dunkelt den Raum auch ruhig ein wenig ab. Einige Babys können mit hellem Licht nicht umgehen und brauchen Schonung für die Augen.
Hier findet ihr Hilfe

Wer hatte ein Schreibaby? Schreibaby-Tipps was hat geholfen?

Auch ich war betroffen und hatte ein Schreibaby, das mich an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Wenn ihr euch jedoch draußen ein wenig umhört, dann werden die wenigsten Eltern zugeben, dass sie vielleicht auch Probleme damit haben, wenn ihr Baby viel schreit und sich nicht beruhigen lässt.

Scheut euch dennoch nicht, andere Mütter um Hilfe zu bitten und zu fragen, welche Tipps ihnen geholfen haben. Ich konnte feststellen, dass das Pucken und die Nachahmung des Mutterleibes sowie der Hinweis, Ruhe in den Alltag zu bringen, durchaus von vielen als hilfreich empfunden wird und auch Linderung bringen kann.

Wo finde ich Hilfe, wenn ich ein Schreibaby habe?

Es gibt mehrere Anlaufstellen, die euch Hilfestellung geben können. Sucht auf jeden Fall euren Kinderarzt auf und stellt sicher, dass körperliche Ursachen für das Schreien ausgeschlossen werden können. Wenn ihr eine Hebamme habt, dann bittet diese um Hilfe. Lasst euch zeigen, wie euer Baby gepuckt werden kann.

Nehmt vielleicht auch die Unterstützung von einem Heilpraktiker oder von einem Ostheopathen an und wenn ihr gar keine weitere Lösung mehr zur Hand habt, dann sucht eine Schrei-Ambulanz auf und nutzt das Angebot der Experten.

Kann mir die Schrei-Ambulanz helfen?

Ja, die Schrei-Ambulanz kann euch helfen. In erster Linie ist es schon einmal eine große Hilfe zu wissen, dass ihr mit dem Problem nicht allein seid. Bei der Schrei-Ambulanz leisten Hebammen, Psychologen und Kinderärzte ehrenamtlich Dienst und kennen sich mit der Problematik aus. Hier kann euer Baby noch einmal aus einem anderen Blickwinkel untersucht werden. Vor allem aber bekommt auch ihr in der Schrei-Ambulanz psychologische Hilfe und Halt. Hier könnt ihr eurer Verzweiflung Luft machen, eure Fragen stellen und Hinweise erhalten, die euch Hebamme und Kinderarzt aus eurer Umgebung vielleicht noch nicht geben konnten.

Hilfe…

… mein Baby schreit plötzlich

Stellt sicher, dass sich euer Baby nicht verletzt hat. Ist dies nicht der Fall, dann nehmt euer Baby tröstend in den Arm und sprecht ihm beruhigend zu. Habt ihr ein Stillbaby, dann bietet die Brust an. Auch ein Schnuller kann tröstend wirken. Verändert die Umgebung und bietet eurem Baby Ruhe an.

… mein Baby schreit ständig

Wenn euer Baby ständig schreit, dann schreibt euch die Schreizeiten und die Schreidauer am besten auf. So erhaltet ihr einen Überblick darüber, wie häufig euer Baby wirklich schreit. Stellt sicher, dass es keine offensichtlichen Gründe gibt. Messt Fieber, fühlt nach einem Zahn, macht eine frische Windel, bietet Nahrung an und geht an die frische Luft.

Wenn sich euer Baby dann noch immer nicht beruhigen lässt, könnt ihr versuchen, den Mutterleib nachzustellen, indem ihr das Zimmer abdunkelt, leise Shhhh-Geräusche macht und euer Baby wiegt. Seid ihr unsicher, ob es nicht doch Schmerzen hat, geht unbedingt zum Arzt. Auch der Besuch bei einem Osteopathen kann euch eine große Hilfe sein. Wisst ihr nicht weiter, sucht eine Schrei-Ambulanz auf.

… mein Baby schreit im Kinderwagen

Dass ein Baby im Kinderwagen schreit ist gar nicht so selten. Wir als Eltern sehen den Kinderwagen als gemütlich und kuschelig an. Für euer Baby bedeutet es jedoch, dass es weg von euch ist. Zudem fühlen sich manche Babys im Kinderwagen einfach nicht wohl, da es ihnen hier zu groß und zu weitflächig ist. Schränkt euer Baby mit einem dicken Kissen ein und stellt so die Enge im Mutterleib nach. Wenn es draußen sehr warm ist, dann könnt ihr auch einfach zwei Spucktücher rollen und diese an die Seiten von eurem Baby legen. Wenn dies nichts hilft, dann probiert als Alternative ein Tragetuch oder eine Tragehilfe aus. Manchmal braucht euer Baby einfach ein wenig Nähe und Wärme. Nicht alle Babys mögen den Kinderwagen.

… mein Baby schreit im Schlaf

Wenn euer Baby im Schlaf schreit, ohne wach zu werden, dann kann es sich hier um einen Nachtschreck handeln. In diesem Fall könnt ihr nicht viel machen, außer in der Nähe zu bleiben. Euer Baby wird auf Ansprachen nicht reagieren. Stellt sicher, dass euer Baby keine Schmerzen hat. Gerade in der Nacht können auch durchaus Wachstumsschmerzen für eine Schreiphase sorgen. Nehmt euer Baby in den Arm und gebt ihm Geborgenheit und Wärme. Manchmal hilft es, einfach nur da zu sein.

… mein Baby schreit beim Arzt

Möglicherweise verbindet euer Baby mit dem Besuch beim Arzt eine schlechte Erfahrung. Vielleicht ist uns als Eltern gar nichts Negatives aufgefallen, für euer Baby war der letzte Besuch jedoch keine schöne Erinnerung. In diesem Fall könnt ihr mit viel Ruhe, die ihr ausstrahlt, für Beruhigung sorgen. Vielleicht ist eurem Baby aber auch kalt. Viele Babys werden beim Arzt ausgezogen, um gewogen zu werden und frieren in den Praxisräumen. Bietet eurem Baby einen Nuckel oder die Brust an und wiegt es langsam im Arm um deutlich zu machen, dass alles in Ordnung ist.

… mein Baby schreit abends beim Einschlafen

Am Abend verarbeitet euer Baby die Geschehnisse vom Tag und das kann schon einmal ganz schön aufregend sein. Einige Babys können nicht damit umgehen, wenn der Tag sehr aufregend und stressig war. Daher kann es hilfreich sein, den Tag einfach ein wenig zu entschleunigen und dafür zu sorgen, dass euer Baby nicht so viele Dinge verarbeiten muss. Verzichtet vielleicht einige Tage auf den Besuch von Freunden oder von den Großeltern und lasst Ruhe und Entspannung einziehen.

Ganz wichtig: Begleitet euer Baby am Abend. Lasst es nicht allein in seinem Bett weinen. Euer Baby meint es nicht böse und möchte euch nicht ärgern. Es weiß einfach nicht anders mit der Situation umzugehen.

… mein Baby schreit nachts

In der Nacht kommt es uns meist noch viel schlimmer vor, wenn das Baby nicht zur Ruhe kommt. Ihr möchtet so gerne ein paar Stunden schlafen und seid vom Tag noch völlig fertig. Euer Baby merkt, wenn ihr nicht mehr die Geduld habt, in Ruhe auf es einzugehen. Wenn euer Baby in der Nacht weint, braucht es ebenso viel Zuspruch und Liebe wie am Tag. Versucht auch hier, erst einmal offensichtliche Störfaktoren zu beseitigen. Messt Fieber, prüft die Windel und bietet Nahrung an. Macht vielleicht ein kleines Licht an, reibt den Bauch ein oder lasst leise Naturgeräusche laufen. Nehmt den Stress aus dem Tag heraus und verschiebt eure Termine mit Baby für eine Weile. Wenn euer Baby über mehrere Nächte schreit und nicht zur Ruhe kommt, sucht den Arzt auf. Notiert euch die Zeiten, wann und wie lange euer Baby geweint hat.

… mein Baby schreit beim Stillen

Wenn euer Baby beim Stillen schreit, dann muss dies nicht unbedingt heißen, dass es nicht genug Milch bekommt. Generell gibt es nur sehr wenige Frauen die zu wenig bis gar keine Milch produzieren. Wahrscheinlicher ist es, dass entweder zu viel Milch kommt, ihr euer Baby nicht richtig angelegt habt oder eine Blockade für Schmerzen sorgt. Sucht bitte so schnell wie möglich eine Stillberaterin auf. Diese verfügen über eine spezielle Ausbildung und können überprüfen, ob ihr euer Baby richtig angelegt habt und was ihr noch anders machen könnt.

… mein Baby schreit beim Trinken

Auch wenn die modernen Babyflaschen heute häufig mit den Beiworten „Anti-Kolik“ markiert sind, verfügen sie dennoch über eine Trinköffnung, die häufig zu groß ist. Das bedeutet, aus der Flasche läuft die Milch ganz besonders schnell heraus und euer Baby muss ebenso schnell trinken und schlucken, damit es sich nicht verschluckt. Das kann zu Unmut und Wut bei eurem Baby führen. Dieser wird durch das Schreien geäußert. Setzte die Flasche immer wieder ab. Bei sehr jungen Babys könnt ihr auch versuchen, über den Löffel zu füttern. Achtet darauf, dass ihr in einer ruhigen Umgebung füttert, damit euer Baby nicht zu sehr abgelenkt ist.

… mein Baby schreit beim Baden

Nicht jedes Baby mag es, gebadet zu werden. Viele Eltern wundern sich, wenn ihr Baby in der Badewanne weint. Ihr könnt mehrere Dinge probieren, um euer Baby zu beruhigen und ihm das Baden angenehm zu machen. Macht das Badewasser etwas kühler, manche Babys mögen es nicht ganz so warm. Reinigt vor dem Baden bereits die Ohren, Gesicht und Kopf sowie Finger und Zehen und nutzt das Baden nur noch zur oberflächlichen Reinigung. Geht gemeinsam mit dem Baby in die Wanne und schenkt so Geborgenheit. Ihr könnt auch in den ersten Lebensmonaten ganz auf das Baden verzichten und euer Baby mit einem Waschlappen sauber machen. Probiert, wenn euer Baby den Kopf halten kann, gemeinsam mit ihm zu duschen, vielleicht ist dies eine Alternative.

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